Ausstellungen
Ruina Montium. Raphaëlle Peria (PHotoESPAÑA 2026)
Im Rahmen des Fotofestivals PHotoESPAÑA 2026 präsentiert der Círculo de Bellas Artes (Sala Minerva) vom 5.
Preis
5 € – 6 €
Mehr auf der offiziellen Website (öffnet in neuem Tab)- Wann
- 11:00
- Wo
- Círculo de Bellas Artesde Alcalá, 42, 28014MadridRoute planen (öffnet in neuem Tab)
Juni bis 27. September die Arbeiten der französischen Künstlerin Raphaëlle Peria, deren Konzept die Landschaftsfotografie in ein skulpturales Werk voller historischer und poetischer Anklänge verwandelt. Die französische Künstlerin Raphaëlle Peria, eine der jüngsten und vielversprechendsten Vertreterinnen der zeitgenössischen Fotografie, präsentiert Arbeiten, von denen jede einzelne durch sorgfältige Bearbeitung zu einem Unikat mit nahezu skulpturaler Dimension wird. Schauplatz der Werkreihe ist die Landschaft Las Médulas, die von menschlicher Umgestaltung seit der Römerzeit geprägt ist. Dort nutzte man zur Goldgewinnung ein als Ruina Montium bezeichnetes hydraulisches Verfahren, das mithilfe von Wasserdruck den Berg zum Einsturz brachte und so das Gebiet von innen heraus umgestaltete. Jahrhunderte später erfuhr die Landschaft durch die Waldbrände der letzten Jahre eine erneute Veränderung. Dabei wurde die Vegetation vernichtet und Gestein freigelegt, als handele es sich um eine unbeabsichtigte Ausgrabung, die die Spuren der Vergangenheit offenbart. In diesem Kontext präsentiert Raphaëlle Peria (*1989 in Amiens), die derzeit Stipendiatin der Casa de Velázquez ist, einen Ansatz, der zwar von der Fotografie ausgeht, jedoch von der dokumentarischen Darstellung abweicht. Dabei bearbeitet die Künstlerin die Oberfläche der gedruckten Bilder durch Schaben, Löschen und Zeichnen, um verborgene Formen zum Vorschein zu bringen. So dient die Fotografie als Grundlage einer Umgestaltung, in der sich die Landschaft scheinbar weiterentwickelt. Zu der Werkreihe gehören auch Fotomontagen mit Goldkörnern, die an die Bergbaugeschichte der Region erinnern. Dabei fungieren diese Elemente als symbolische Geste – dort, wo der Berg abgebaut wurde, setzt die Künstlerin ein Zeichen poetischer Wiedergutmachung. Unter dem Einfluss von Wassererosion, Spuren des Feuers und den künstlerischen Eingriffen präsentiert sich die Landschaft als Überlagerung von Zeiten und Materialien. Im Dialog mit dem Motto des Festivals „Zurück zur Fantasie“ lädt das Werk dazu ein, die Landschaft als einen für neue Interpretationen offenen Raum zu begreifen. Bildnachweis: Raphaëlle Peria. „La résilience“, Blattgold, Pastell und Schabtechnik, 2026. © Raphaëlle Peria
Quelle: esMadrid.com — Ayuntamiento de Madrid (öffnet in neuem Tab) · Text automatisch übersetzt